Erste Zukunftswerkstatt des Netzwerks Solidarische Gewerkschaft in Berlin

(English version here)

Bei dieser Zukunftswerkstatt am 16. April wollen wir Aktive aus Gewerkschaften und sozialen Bewegungen miteinander ins Gespräch bringen, nicht wenige davon aktuelle oder ehemalige Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung. Wir wollen über Initiativen aus anderen Städten hören, wo Geflüchtete Teil der Gewerkschaft werden und diese mit gestalten. Wir wollen von den Kämpfen der Sans-Papier lernen und von den Organisierungsprozessen in Pflege, Logistik und Gastronomie, die von migrantischen Beschäftigten voran getrieben werden.

Wir wollen überlegen, wie wir Spaltungen überwinden können und was gemeinsame Interessen sind. Außerdem wollen wir diskutieren, was wir als Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung zum Aufbau eines gewerkschafts- und bewegungsübergreifenden Netzwerkes beitragen können.

Migration betrachten wir als eine legitime Strategie im Sinne einer Globalisierung von unten. Es gibt keine „Flüchtlingskrise „, sondern eine Krise der Migrationspolitik und der öffentlichen Infrastruktur, die über Jahrzehnte kaputt gespart wurde.

Ist das was für mich?

Die Veranstaltung ist offen für alle. Bit besonderem Nachdruck laden wir Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung ein. Auch wenn du noch nicht gewerkschaftlich aktiv bist, aber es gerne werden möchtest, komm vorbei. Wir freuen uns, dass auch Aktive aus der Erwerbslosenbewegung und Hauptamtliche verschiedener Einzelgewerkschaften mit dabei sein werden.

Programm

11 Uhr Auftakt – Impulsreferate

  1. Die Bewegung der Sans-Papier in der BRD – Dr. Mbolo Yufanyi, The VOICE Refugee Forum, ehemaliger Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung
  2. Von der Willkommenskultur zur Einwanderungsgewerkschaft: das Beispiel ver.di Romin Khan, Referent für Migrationspolitik bei ver.di
  3. Historische Perspektive: Migration nach Deutschland und die Rolle der Gewerkschaften – Dr. Kyoko Shinozaki, Universität Osnabrück

12:20 Uhr MITTAGSPAUSE – Vegan-vegetarisches Mittagsbuffet

13 Uhr BarCamp Sessions

  1. Strategien der außerbetrieblichen Organisierung
  2. Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten im Betrieb: Betriebsvereinbarungen und andere Möglichkeiten
  3. Ängste und Bedenken an der gewerkschaftlichen Basis – wie damit umgehen?
  4. Organisierungsprozesse migrantischer Beschäftigterin Pflege, Logistik und Gastronomie
  5.  Der Zugang zu Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Hochschule: Barrieren für Geflüchtete und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten
  6. Gemeinsam sind wir stark! Grenzen und Spaltungslinien überwinden

Was ist ein BarCamp?

Ziel eines BarCamps ist, zu bestimmten Fragestellungen ins Gespräch zu kommen. Für 2 x 45 Minuten wird es moderierte Kleingruppen geben, in denen alle Teilnehmer*innen gleichberechtigt sprechen dürfen. Es gibt keine Referate und insofern ist auch keine Vorbereitung nötig.

Einige BarCamp Sessions sind bereits vorbereitet, aber gern können spontan weitere initiiert werden!

Anmeldung

Bitte meldet euer Kommen an, damit wir planen können. Sagt Bescheid, wenn ihr Kinderbetreuung oder den Aufzug benötigt (barrierefreier Zugang). Merci!

netzwerk-solidarische-gewerkschaft@posteo.de

Anfahrt

Die Zukunftswerkstatt findet im Versammlungsraum in den Mehrhinghöfen, nahe des U-Bahnhofs Mehringdamm statt. Die barrierefreie Toilette befindet sich auf einer anderen Etage im selben Gebäude und ist über den Fahrstuhl erreichbar. Bei Rückfragen könnt ihr uns gerne eine E-Mail schreiben.

anfahrt

Unseren Flyer könnt ihr hier: Zukunftswerkstatt Migration 16 April

 

 

Foto: Julian Stallabrass, CC BY 2.0

Veröffentlicht unter Berlin.